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Huthi-Rebellenführer rechtfertigt Machtübernahme im Jemen

Der Führer der schiitischen Huthi-Rebellen hat die Machtübernahme im Jemen gerechtfertigt. Damit werde auch ein weiteres Erstarken des sunnitischen

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Huthi-Rebellenführer rechtfertigt Machtübernahme im Jemen

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Der Führer der schiitischen Huthi-Rebellen hat die Machtübernahme im Jemen gerechtfertigt. Damit werde auch ein weiteres Erstarken des sunnitischen Terrornetzwerks Al-Kaida verhindert, sagte Abdel-Malak al-Huthi in einer Fernsehansprache. Hunderte Zuschauer verfolgten die Rede in einem Stadion in der Hauptstadt Sanaa. Jemen gilt als Hochburg von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel.
“Die internationale Gemeinschaft sollte positiv mit uns umgehen,” forderte al-Huthi, “es gibt überhaupt keinen Grund, sich gegen uns zu stellen. Wir haben den politischen Prozess korrigiert und die verrottete politische Führung beseitigt. Wir organisieren jetzt eine Zeit des nationalen Interessenausgleichs und der Zusammenarbeit und setzen dabei auf partnerschaftliche Machtausübung.”
Die Rebellen hatten den Übergangspräsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi für abgesetzt erklärt. Landesweit gingen seitdem Gegner der Huthi-Rebellen auf die Straße. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften wurden mehrere Menschen festgenommen.
“Ich halte das für einen hysterischen Schritt, den die Aufständischen da gemacht haben,” sagte ein Aktivist, der an der Revolution im Jemen 2011 beteiligt war, “es ist respektlos gegenüber dem Volk. Jeder kämpft nur für seine eigenen Interessen. Das wird den Huthi-Rebellen in der Region, aber auch international, noch ganz schön Probleme bereiten.” Der Golf-Kooperationsrat mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Katar, Kuwait und Oman hatte das Vorgehen der Huthi als Putsch verurteilt. Die USA und Saudi-Arabien unterstützen den bisherigen Präsidenten Hadi. Sie werfen dem Iran vor, die Huthis zu fördern.