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Westen streitet über Umgang mit Putin

Die Sicherheitskonferenz in München ist zugleich Bühne und Hinterzimmer der Weltpolitik. So zogen sich etwa Vertreter Deutschlands, der USA und der

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Westen streitet über Umgang mit Putin

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Die Sicherheitskonferenz in München ist zugleich Bühne und Hinterzimmer der Weltpolitik. So zogen sich etwa Vertreter Deutschlands, der USA und der Ukraine zu Dreiergesprächen zurück.

Eines wird bei den Gesprächen immer deutlicher: Der Westen ist sich zunehmend uneinig über den richtigen Umgang mit Russland. Europa diskutiert über Sanktionen, in den USA mehren sich die Stimmen, die Waffenlieferungen an die Ukraine befürworten.

Frage des Euronews-Reporters: “Versucht Putin den Westen zu spalten?”

Antwort Wolfgang Ischinger, Leiter der Sicherheitskonferenz: “Natürlich. Wir haben Sanktionen verhängt, das ist aus russischer Sicht nicht nur ein feindlicher Akt, das ist ein furchtbar feindseliger Akt. Wenn ich ein russischer Berater wäre, würde ich sagen, lasst uns alles daran setzen, um diese Leute auseinander zu bringen. Damit sie die Sanktionen nicht ausweiten können. Das sind offenbar die russischen Interessen, jedenfalls sollten sie das sein.”

Am Montag will die EU neue Sanktionen gegen Russland verhängen. Die Maßnahmen betreffen Einzelpersonen und Organisationen. Auch der stellvertretende russische Außenminister Anatoli Antonow steht auf der neuen Sanktionsliste.

der Euronews-Reporter erklärt: “Seit die USA die Lieferung von tötlichen Defensivwaffen an das ukrainische Militär offenbar zunehmend befürworten, geht ein Riss durch den Westen. Die Frage ist, wie soll man sich in der Krise verhalten? Die europäischen Vertreter hier betonen, sie hätten kein Interesse an Waffenlieferungen. Der Einzige der von dieser Uneinigkeit profitiert ist Wladimir Putin.