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Ukraine beschuldigt Separatisten neuer Offensive im Osten des Landes

Bei erneuten schweren Kämpfen im Osten der Ukraine sind mindestens sieben Zivilisten und fünf Soldaten ums Leben gekommen. Die ukrainische Regierung

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Bei erneuten schweren Kämpfen im Osten der Ukraine sind mindestens sieben Zivilisten und fünf Soldaten ums Leben gekommen. Die ukrainische Regierung wirft den pro-russischen Separatisten vor, eine neue Offensive begonnen zu haben.

Außerdem hat Kiew erneut Russland beschuldigt, Waffen an die Separatisten geliefert zu haben. “Über Grenzabschnitte, die nicht unter ukrainischer Kontrolle sind, gelangen von russischem Territorium weiter Waffen, Munition und Treibstoff zu den Rebellen”, so der ukrainische Militärsprecher Wlodomir Poljowi. “Außerdem haben wir beobachtet, dass die Zahl von Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und Mehrfachraketenwerfern im Gebiet um Debaltseve und Hranitno zugenommen hat.”

Die Separatisten bestreiten diese Vorwürfe und lehnen eine Waffenruhe ab, da sie nicht in ihrem militärischen Interesse sei.
“Ein weiteres Friedensabkommen ist nutzlos und für uns überflüssig, weil es nur der ukrainischen Seite Vorteile bringt”, so einer der Kämpfer im Osten der Ukraine. Dann zeigt er auf die russischen Nationalfarben auf seiner Uniform und fährt fort: “Ja, wir tragen Abzeichen der russischen Streitkräfte. Wir bekommen Uniformen aus Russland, weil wir selbst keine herstellen. Aber russische Truppen gibt es hier nicht.”

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind bei den Kämpfen in der Ostukraine fast 5.400 Menschen getötet worden. Laut einem unbestätigten Bericht der Frankfurter Allgemeinen könnten es aber zehnmal soviele sein.