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Stürmische Zeiten für HSBC: Länder erwägen rechtliche Schritte gegen Bank

Über der britischen Großbank HSBC braut sich ein Sturm zusammen. Mehrere europäische Länder prüfen nun rechtliche Schritte gegen das größte

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Stürmische Zeiten für HSBC: Länder erwägen rechtliche Schritte gegen Bank

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Über der britischen Großbank HSBC braut sich ein Sturm zusammen. Mehrere europäische Länder prüfen nun rechtliche Schritte gegen das größte Kreditinstitut Europas.

Belgien erwägt internationale Haftbefehle gegen die Manager der Schweizer Filiale des Geldhauses. Britische Abgeordnete wollen zudem einen HSBC-Untersuchungsausschuss ins Leben rufen.

“Für uns sind diese Enthüllungen wichtige Details, aber das ändert nichts an unserer Politik”, so der französische Finanzminister. “Wir werden, wie bisher, alles dafür tun, dass Betrüger bzw. ihre Helfer bestraft werden.”

Allerdings dürfte es schwierig werden, rechtlich gegen Schweizer Mitarbeiter der Bank vorzugehen. Die belgische Anwältin Sabrina Scarna erklärt: “In der Schweiz gibt es zwei Konzepte: Es gibt die Steuerhinterziehung, die wird nicht als schwere Straftat angesehen. Und es gibt den Steuerbetrug. Da helfen die Schweizer Behörden aber sie tun sich schwer.”

Mehr als 100.000 Kunden der HSBC aus rund 200 Ländern müssen nach der Veröffentlichung vertraulicher Daten der Bank mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Bank, Hervé Falciani, hatte sich 2008 mit den Datensätzen nach Frankreich abgesetzt und sie den Behörden übergeben. Hunderte Steuerbetrüger wurden daraufhin enttarnt, rund eine Milliarde Euro Steuern wurde bislang eingetrieben.

Falciani erarbeit derzeit für die spanische Linkspartei Podemos ein Papier über Maßnahmen im Kampf gegen Steuerbetrug.

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