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"SwissLeaks": Schweizer HSBC macht Milliardengeschäft mit Kriminellen

Politiker, Waffenschieber, Finanzierer des Terrors: Eine schweizer Tochter der britischen HSBC soll Schwarzgeld in Milliardenhöhe gehortet haben.

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"SwissLeaks": Schweizer HSBC macht Milliardengeschäft mit Kriminellen

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Die französische Tageszeitung le Monde hat gemeinsam mit einer Gruppe internationaler Medien offenbar einen riesigen Steuerhinterziehungsskandal bei einer Schweizer Tochter der Großbank HSBC aufgedeckt. Einem Bericht des internationalen Rechercheverbands ICIJ zufolge soll die Privatbank Beträge in Milliardenhöhe unter anderem von mutmaßlichen Steuerhinterziehern, Waffenschiebern und Terrorfinanzierern angelegt haben. Auf der Liste der Kunden die bei der HSBC ihr Geld angelegt hatten sollen auch führende Politiker, Profisportler und andere Personen des öffentlichen Lebens stehen.

Ein ehemaliger Angestellter der Schweizer Filiale, Hervé Falciani, war im Jahr 2008 mit gestohlenen Daten von über 130.000 Kunden der Großbank nach Frankreich geflohen, wo er unter Polizeischutz lebt. Er hatte zunächst versucht seine Informationen an verschiedene Länder zu verkaufen bevor französische Ermittler die Daten sicherstellten. Journalisten des Rechercheverbads ICIJ werteten seitdem die vertraulichen Unterlagen aus. Den neuen Anschuldigungen zufolge soll die Bank in Genf zwischen 2006 und 2007 allein bei der Steuerhinterziehung von insgesamt 180 Milliarden Euro geholfen haben.

In einer Stellungnahme sprach die Bank von Fehlern, bei der Schweizer Tochter hätten zu dem Zeitpunkt der Übernahme 1999 noch nicht die gleichen Maßstäbe gegolten. Man habe sich mittlerweile von “steuerlich problematischen” Kunden getrennt.

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