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"Costa Concordia"-Prozess vor Abschluss: Freispruch für Kapitän Schettino gefordert

“Costa Concordia”-Kapitän Francesco Schettino soll nach dem Willen seiner Anwälte freigesprochen werden. Im Prozess um die Havarie des

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"Costa Concordia"-Prozess vor Abschluss: Freispruch für Kapitän Schettino gefordert

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“Costa Concordia”-Kapitän Francesco Schettino soll nach dem Willen seiner Anwälte freigesprochen werden.

Meinung

Schettino wurde nicht im Stich gelassen, er hat das Schiff aufgegeben

Im Prozess um die Havarie des Kreuzfahrtschiffes sagte einer seiner Anwälte in Grosseto, es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Handeln des 54-Jährigen und dem Tod von 32 Menschen.

Für den Fall einer Verurteilung beantragte der Anwalt in seinem Schlussplädoyer die geringste mögliche Strafe und mildernde Umstände anzuerkennen.

Das Unglück sei “ein verdammter Unfall auf dem Meer” gewesen, der nicht vorhersehbar und absolut außergewöhnlich gewesen sei.

Der Anwalt der Costa-Reederei, Marco De Luca, erklärte:

“Das Unternehmen Costa hat niemand aufgegeben oder im Stich gelassen. Es handelt sich eindeutig um ein Problem von Schettino. Er versucht sich zu verteidigen. Das ist sein Recht und die Jury wird das Urteil fällen. Aber Schettino wurde nicht im Stich gelassen, er hat das Schiff aufgegeben. So lautet die Anschuldigung.”

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor 26 Jahre und drei Monate Haft für den einzigen Angeklagten gefordert.

Ein Urteil wird spätestens im Laufe des Mittwochs erwartet.

Die “Costa Concordia” war im Januar 2012 mit mehr als 4200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern vor der Mittelmeer-Insel Giglio gegen einen Felsen geprallt und gekentert. Insgesamt 32 Menschen starben, darunter 12 Deutsche. Schettino steht unter anderem wegen
fahrlässiger Tötung und Körperverletzung vor Gericht.