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Devisenskandal, Steuern: US-Ermittler interessieren sich für die UBS

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Devisenskandal, Steuern: US-Ermittler interessieren sich für die UBS

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Im Devisenskandal weitet das US-Justizministerium seine Ermittlungen gegen die Großbanken UBS und Barclays aus. Nach Medienberichten (“Financial Times”) könnten die Schweizer zu einer Milliardenstrafe verdonnert werden.

Weltweit gehen die Behörden dem Verdacht nach, dass Händler Devisenkurse zum Nachteil ihrer Kunden manipuliert haben – ähnlich wie bei den Referenz-Zinssätzen Libor und Euribor. Auf dem bisher weitgehend unregulierten Devisenmarkt werden pro Tag mehr als 4,4 Billionen Euro umgesetzt.

Im November gab es in der Affäre einen ersten großen Vergleich: Insgesamt 3,8 Milliarden Euro zahlen UBS, Royal Bank of Scotland (RBS), HSBC, JPMorgan, Citigroup und Bank of America zusammen an die Aufsichtsbehörden in Großbritannien, den USA und der Schweiz.

Und die UBS hat noch eine zweite offene Flanke: Sie erhielt bereits neue Anfragen von US-Behörden im Zusammenhang mit mutmaßlichen Verstößen gegen Steuergesetze bei sogenannten Inhaber-Anleihen. Bei Inhaberpapieren, etwa Bundesanleihen, wird der Besitzer der Urkunde nicht namentlich benannt. Sie haben wegen ihrer formlosen Übertragbarkeit eine besonders hohe Verkehrsfähigkeit.

Die UBS legte 2014 insgesamt knapp 2,4 Milliarden Euro für solche Rechtsstreitigkeiten beiseite und hält nun 2,8 Milliarden Euro für Verfahren bereit.

2014 verdiente die UBS dank einer kräftigen Steuergutschrift ordentlich: Der Konzerngewinn stieg um 13% auf 3,4 Milliarden Euro. Der Vermögensverwaltung flossen netto 42 Milliarden Euro an neuen Geldern zu. Die Gruppe verwaltetet 2.6 Billionen Euro.

Für das laufende Jahr rechnet die Bank mit Gegenwind, vor allem weil die Schweizerische Nationalbank den Euro-Franken-Mindestkurs nicht weiter verfolgt.

su mit Reuters