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Tunesien: neue Unruhen im Süden des Landes

Die Einwohner der größten tunesischen Verwaltungsbezirke Tatouine und Medenine sind in den Generalstreik getreten. Sie protestierten damit gegen die

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Tunesien: neue Unruhen im Süden des Landes

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Die Einwohner der größten tunesischen Verwaltungsbezirke Tatouine und Medenine sind in den Generalstreik getreten. Sie protestierten damit gegen die Tötung eines Demonstranten durch die Polizei am Wochenende. Private und öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen. Die Krankenhäuser boten nur einen Notdienst an.

Am Wochenende war es an der Grenze zu Libyen in der Stadt Dahibah zu Protesten gegen eine Ausreisesteuer gekommen.

In der Stadt Ben Guerdane demonstrierten am Dienstag erneut zahlreiche Menschen. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben.

Sowohl Tunesien als auch Libyen hatten vor einigen Monaten die Ausreisesteuer eingeführt. Der grenzübergreifende Handel kam daraufhin fast zum Erliegen. Die Menschen in der armen Region leben vor allem vom Schmuggel, durch die neue Abgabe verlieren sie einen Teil ihres illegalen Gewinns. Tunesien entgehen durch den Schmuggel jährlich rund eine halbe Milliarde Euro Zölle.