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Mikrochip in der Hand: Die neue Art, Türen zu öffnen

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Mikrochip in der Hand: Die neue Art, Türen zu öffnen

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Mit einem Chip in der Hand lassen sich in einem schwedischen Bürogebäude Türen und Kopierer bedienen. Die Erfinder haben aber weitere Funktionen im Sinn.

Die Mitarbeiter des Stockholmer Bürokomplexes Epicenter können die Türen oder Kopierer des Hauses nun über einen Chip bedienen, der in ihre Hand implantiert wird.

Meinung

Der Chip kann überall da eingesetzt werden, wo man einen Pincode nutzt.

Dieser Chip arbeitet mit elektromagnetischen Wellen. Batterien sind nicht nötig. Anstatt Passwörter einzugeben oder Ausweise vorzuzeigen, müssen die Mitarbeiter nun nur noch ihre Hand vor einen Sensor halten.

Das Epicenter wurde im Januar eingeweiht und will innovativen Firmen ein Zuhause bieten. Mitgründer und Direktor Patrick Mesterton hält sein Haus für den idealen Ort, um solche eine Technologie zu testen.

“Der Chip hat die Maße eines größeren Reiskorns, etwa zwölf Millimeter. Er wird mit einer Spritze eingesetzt und sendet über elektromagnetische Wellen einen Identifizierungscode, mit dem man mit Gegenständen um einen herum kommunizieren kann. Hier kann man beispielsweise Türen mit dem Chip öffnen, man kann geschützt Dokumente ausdrucken, aber man kann auch mit dem Smartphone kommunizieren, indem man so etwa seine Visitenkarte an Leute verschickt, die man trifft.”

Mesterton und seine Kollegen wollen den Nutzen die Funktionen des Chips noch deutlich erweitern. Außerdem planen sie, eine Reihe von Produkten rund um das Elektro-Reiskorn zu entwickeln, Apps etwa, die die Gesundheit der Mitarbeiter checken oder mit denen sich das Essen in der Kantine bezahlen lässt.

Mesterton erklärt: “Ich denke, der Chip kann künftig überall da eingesetzt werden, wo man heute einen Pincode oder einen Schlüssel oder eine Karte nutzt. Beim Bezahlen zum Beispiel. Ich denke auch an die Gesundheitsvorsorge, hier könnte man mit dem Arzt kommunizieren und seine Ernährung oder seinen körperlichen Zustand dokumentieren.”

Das Einsetzen des Chips ist freiwillig und, laut den Herstellern, völlig ungefährlich. Der Metallanteil an dem Minigerät ist so gering, dass es auch von Metalldetektoren nicht aufgespürt wird. Auch Tomographien oder die Nutzung eines Induktionsherdes sollen problemlos möglich sein.