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Poroschenko: "Jemand will wohl keinen Frieden, sondern Krieg"

Zahlreiche Tote und Verletzte bei neuen Kämpfen in der Ostukraine werfen einen Schatten auf die für heute geplanten Friedensverhandlungen in Minsk.

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Poroschenko: "Jemand will wohl keinen Frieden, sondern Krieg"

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Unmittelbar vor dem geplanten Friedensgipfel ist es erneut zu tödlichen Kämpfen in der Ostukraine gekommen. Bei einem Granateneinschlag in eine Busstation in Donezk sind nach Informationen des Krankenhauses mindestens sechs Zivilisten ums Leben gekommen. In Kramatorsk wurden bei dem Einschlag einer Rakete in ein Wohnviertel nach laut ukrainischer Regierung mindestens 16 Menschen getötet und 65 weitere verletzt. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko besuchte Verwundete in einem Krankenhaus. Er wirft Russland vor, die Friedenbestrebungen zu sabottieren: “Diese Zwischenfälle sind genau dazu bestimmt, den Verhandlungen zu schaden und sie zu beenden”, so Poroschenko. “Jemand will wohl keinen Frieden, sondern vielmehr Krieg. Diese Menschen denken wohl, dass sie nur dann Einfluss haben, wenn sie Menschen töten, Krieg führen und die friedfertige Ukraine angreifen.”

Meinung

Diese Menschen denken wohl, dass sie nur dann Einfluss haben, wenn sie Menschen töten, Krieg führen und die friedfertige Ukraine angreifen.

Die Separatisten wiesen die Verantwortung für den Angriff zurück. Kramatorsk liegt etwa 50 Kilometer von der Front entfernt und befindet sich unter der Kontrolle der Regierung in Kiew. Sie hat dort ein militärischen Stützpunkt eingerichtet.

Die Staats- und Regierungschefs von Russland, der Ukraine, Frankreich und Deutschland wollen heute in Minsk zu neuen Friedensverhandlungen zusammenkommen. Es gilt als wahrscheinlich, dass eine neue Waffenruhe für die Ostukraine ausgehandelt wird. Jegliche diplomatische Verhandlungen zu einem Frieden zwischen ukrainischem Militär und prorussischen Separatisten waren bisher gescheitert.