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Helen Mirren präsentiert Raubkunstfilm "Women in Gold" auf der Berlinale

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Helen Mirren präsentiert Raubkunstfilm "Women in Gold" auf der Berlinale

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Zusammen mit Ryan Reynolds und Daniel Brühl präsentierte Dame Helen Mirren den Berlinale-Film “Women in Gold” im Friedrichstadt-Palast. Souverän

Zusammen mit Ryan Reynolds und Daniel Brühl präsentierte Dame Helen Mirren den Berlinale-Film “Women in Gold” im Friedrichstadt-Palast. Souverän überspielte die Schauspielerin einen Stolpertritt auf dem roten Teppich.

Meinung

Wir müssen also nicht glauben, dass diese menschlichen Tragödien jemals ein Ende finden

Das britisch-amerikanische Drama erzählt die wahre Geschichte der Jüdin Maria Altmann. Mit über 80 Jahren nimmt sie den juristischen Kampf um fünf Gemälde auf, die die Nazis ihrer Familie einst raubten. Unter den millionenschweren Kunstwerken des Jugendstil-Malers Gustav Klimt ist auch das mit Blattgold belegte Porträt “Adele Bloch-Bauer I”. Eine früh verstorbene Tante der von Mirren gespielten gebürtigen Wienerin, die letztendlich den Kampf gegen die österreichische Regierung gewinnt.

Trotz einer gestiegenen Aufmerksamkeit für das Thema Raubkunst müsse man ständig weiter gegen das Vergessen kämpfen, sagte Mirren bei der Premiere: “Die Schwierigkeit besteht natürlich darin, dass weltweit immer wieder das Gleiche passiert. Mit den Aktivitäten von Boko Haram und der IS-Miliz läuft in so vielen Ecken der Welt immer wieder die gleiche Geschichte ab. Während wir sprechen, leiden Menschen. Wir müssen also nicht glauben, dass diese menschlichen Tragödien jemals ein Ende finden.”

Ryan Reynolds spielt den jungen Anwalt, der Altmann bei ihrem Anliegen unterstützt: “Ich war bei einem Dreh in Louisiana als ich eines Tages einen Anruf von Harvey Weinstein bekam. Es sagte zu mir: ‘Reynolds, das ist ihr Glückstag’. Und ich wusste, er hatte recht.”

Maria Altmann kämpfte jahrelang um ihr Erbe bevor der Oberste Gerichtshof der USA ihr schließlich Recht gab. Der Film ist ab April in Großbritannien und den USA zu sehen.