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Misstrauen nach Gesprächen in Minsk und im Vorfeld der Waffenruhe an diesem Wochenende

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat vor allzu großen Hoffnungen auf einen reibungslosen Friedensprozess in seinem Land gewarnt. Es seien

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Misstrauen nach Gesprächen in Minsk und im Vorfeld der Waffenruhe an diesem Wochenende

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Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat vor allzu großen Hoffnungen auf einen reibungslosen Friedensprozess in seinem Land gewarnt. Es seien sehr schwierige Verhandlungen gewesen, man erwarte einen nicht einfachen Umsetzungsprozess, sagte er nach einem Gespräch mit den EU-Staats- und Regierungschefs über die neuen Minsker Vereinbarungen in Brüssel. Es gehe vor allem um Vertrauen. Er vertraue den europäischen Führern, habe aber ein Vertrauensproblem mit Russland.

Die in Minsk mit Kremlchef Wladimir Putin ausgehandelte Waffenruhe soll am Sonntagfrüh um Mitternacht Kiewer Zeit in Kraft treten. Der Abzug schwerer Waffen soll zwei Tage nach der Feuerpause beginnen und nicht länger als zwei Wochen dauern. Putin sagte, man habe sich mit Poroschenko darauf geeinigt, dass Russland nun seine Militärexperten anweisen werde zu ermitteln, was tatsächlich geschehe, – so wörtlich – im “richtigen Leben”. Darauf sei er vorbereitet.

Unterdessen gingen die Gefechte im Osten der Ukraine mit unverminderter Härte weiter. Beide Seiten berichteten von heftigen Kämpfen um den Ort Logwinowo an der strategisch wichtigen Verbindungsstraße zwischen Debalzewo und Artjomowsk. Bei den Gefechten im Kriegsgebiet seien innerhalb von 24 Stunden mindestens zwölf Separatisten getötet worden, sagte ein Armeesprecher in Kiew. Die prorussischen Separatisten berichteten von mindestens drei getöteten Zivilisten in der Großstadt Donezk.