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Ostukraine: Hoffnungsschimmer nach den Gesprächen von Minsk

Die ganze Nacht hindurch verhandelten die Delegationen über die Ukraine-Krise, zuletzt dann noch in engster Runde: Poroschenko, Putin, Hollande und

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Ostukraine: Hoffnungsschimmer nach den Gesprächen von Minsk

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Die ganze Nacht hindurch verhandelten die Delegationen über die Ukraine-Krise, zuletzt dann noch in engster Runde: Poroschenko, Putin, Hollande und Merkel, das sogenannte Normandie-Format hat sich noch als das gangbarste erwiesen.

In Minsk einigten sie sich jetzt auf eine Feuerpause, die ab Sonntagabend in der Ostukraine gelten soll. Die deutsche Bundeskanzlerin zeigte sich danach verhalten optimistisch.

“Wir haben einen Hoffnungsschimmer jetzt, wir haben eine umfassende Implementierung von Minsk vereinbart, aber die konkreten Schritte müssen natürlich gegangen werden”, so Merkel. “Und es werden noch große Hürden vor uns liegen. Aber in der Abwägung kann ich sagen, dass das, was wir jetzt erreicht haben, deutlich mehr Hoffnung gibt, als wenn wir nichts erreicht hätten.”

Die Separatistenführer waren ebenfalls nach Minsk gereist, waren aber nicht direkt an den Gesprächen beteiligt. Wie ernst zu nehmen das Ergebnis von Minsk ist, wird auch von ihnen abhängen. Das deutete Frankreichs Präsident Francois Hollande bei seiner Ankunft in Brüssel an.

“Es wurde eine Einigung erreicht. Aber das garantiert keinen bleibende Erfolg in den kommenden Tagen”, sagte Hollande. “Es bedeutet, dass wir wachsam bleiben, weiter Druck ausüben und die Anstrengungen, die die Kanzlerin und ich angestoßen haben, fortführen müssen.”

In Brüssel will die EU das Thema weiter diskutieren. Auch, wie zu verfahren ist, sollten die Konfliktparteien nicht, wie beschlossen, ihre schweren Waffen von der Front abziehen.