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Arbeitsstreit in Frankreich: Der Bäcker, der zu viel arbeitet

Ein Arbeitsstreit der anderen Art beschäftigt derzeit die Kleinstadt Saint-Paul-lès-Dax im Südwesten Frankreichs. Weil das Geschäft gut läuft, hat

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Arbeitsstreit in Frankreich: Der Bäcker, der zu viel arbeitet

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Ein Arbeitsstreit der anderen Art beschäftigt derzeit die Kleinstadt Saint-Paul-lès-Dax im Südwesten Frankreichs. Weil das Geschäft gut läuft, hat der Bäcker Stéphane Cazenave sieben Tage die Woche geöffnet. Das ist aber nicht erlaubt.

“Zweimal kamen Inspektoren der Behörden wegen des Ruhetags vorbei, auch die Polizei war da”, erzählt Cazenave. “Die sagten dann, sie hätten Wichtigeres zu tun, als sich mit einem Bäcker zu befassen, der einfach arbeiten will. Der nächste Schritt ist das Gericht.”

Zuletzt legte Cazenave dann doch mal, wie vorgeschrieben, einen Ruhetage ein. Die Kunden sind bei dem Thema gespalten, wohl nicht zuletzt, weil Cazenaves Baguettes preisgekrönt sind. “Ich bin sehr überrascht, aber er befolgt das Gesetz. So ist das eben”, sagt ein Kunde. Ein Anderer ist verärgert: “Man zwingt ihn zu schließen? Das ist dämlich.”

Die Behörden wollen, dass Cazenave mindestens einen Tag die Woche geschlossen bleibt. Andere Mittbewerber sprechen von Fairness: “Nicht jeder kann sieben Tage die Woche offen haben. Und die, die es nicht können, würden dann benachteiligt”, sagt Jean-René Labat von der Bäcker-Innung.