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ArcelorMittal: Der Markt ist hart wie Stahl

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ArcelorMittal: Der Markt ist hart wie Stahl

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Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal – Sitz Luxemburg – rechnet wegen einer Abkühlung in der Branche überraschend in diesem Jahr mit einem Gewinnrückgang.

Der operative Gewinn werde voraussichtlich auf bis zu sieben Milliarden Dollar (6,14 Milliarden Euro) sinken, nachdem er noch 2014 um 8,5 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro) gestiegen sei. Analysten hatten bislang eher mit einem leichten Plus gerechnet. Wie der Konkurrenz, etwa ThyssenKrupp, machen ArcelorMittal der Preiskampf und eine schwache Nachfrage zu schaffen.

Der weltweite Stahlbedarf dürfte nach Einschätzung von ArcelorMittal 2015 nur noch um 1,5 bis zwei Prozent steigen, nach etwa 2,5 Prozent im vergangenen Jahr.

Zudem würden die Preise für Eisenerz weiter fallen. In den ersten Wochen dieses Jahres seien sie nochmal um 13 Prozent gesunken, nachdem sie 2014 bereits um fast die Hälfte eingebrochen seien.

ArcelorMittal stellt etwa sechs Prozent des Stahls weltweit her. Der Geschäftsverlauf des Unternehmens gilt daher als Indikator für die globale Konjunktur. Der Konzern verwies insbesondere auf seinen zweitgrößten Markt, die USA, wo die Stahlnachfrage nach seiner Einschätzung um bis zu ein Prozent abnehmen dürfte. In China schrumpfte der Stahlverbrauch 2014 das erste Mal seit 1981.

su mit Reuters