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Deutsches Mini-Wirtschaftswunder

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Deutsches Mini-Wirtschaftswunder

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Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal
2014 um 0,7 Prozent gewachsen, dank kauffreudiger Verbraucher und stärker investierender Unternehmen. Das schob offenbar die Eurozone an. Insgesamt ermittelte das "europäische Statistikamt Eurostat " hier 0,3 Prozent mehr Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal. Bankvolkswirte hatten 0,2 Prozent erwartet. Unter dem Strich legte der Euroraum 2014 um 0,9 Prozent zu.

Robert Halver, Baader Bank:

“Wir haben ein wirklich gutes Wirtschaftswachstum im vierten Quartal gehabt. Ich denke, künftig gibt es noch ein Aufwärtsrisiko – es könnte noch besser laufen. Denn wir haben die Kraft der 3 Herzen: Einen schwachen Euro, günstige Rohstoffpreise und eine Weltkonjunktur, die besser läuft als gedacht – was der Exportwirtschaft in Deutschland massiv hilft.”

Besser als die Großen wie Deutschland (+0,7% im Quartalsvergleich/1,5% im Jahresvergleich), Frankreich (+0,1/0,2%) oder Spanien (+0,7/2,0%) wirtschafteten im Jahresvergleich Ungarn (+0,9/3,4%), Estland (+1,1/ 2,6%), Rumänien (+0,5/ 2,5%) und Litauen (+0,6/ 2,4%).

Düster ist die Situation allerdings in Griechenland (-0,2/+1,7%) und in Zypern (-0,7/-1,9%).

Die Barclays Bank stufte die Zahlen für die Eurozone als “positive Überraschung” ein. Das Finanzinstitut ging ebenso wie Danske Bank davon aus, dass das Wachstum vor allem durch den privaten Konsum beflügelt wurde. Auch niedrige Ölpreise, geringe Inflation und eine etwas bessere Lage auf dem Arbeitsmarkt dürften die Entwicklung gestützt haben.

Der Analyst Andreas Rees von UniCredit vernahm sogar einen Donnerschlag: Hätten doch manche von einer möglichen Rezession in Deutschland gesprochen. “Stattdessen diese Erholung.”

su mit dpa, Reuters