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Kosovo: Deutschland und Ungarn reagieren auf Massenflucht

Es sind Bilder, wie sie in diesen Tagen nicht selten sind im Kosovo: Wie hier in Pristina verlassen landesweit derzeit Zehntausende Menschen den

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Kosovo: Deutschland und Ungarn reagieren auf Massenflucht

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Es sind Bilder, wie sie in diesen Tagen nicht selten sind im Kosovo: Wie hier in Pristina verlassen landesweit derzeit Zehntausende Menschen den Balkanstaat. Die meisten von ihnen flüchten vor Armut und Arbeitslosigkeit. Sie reisen legal nach Serbien ein, um dann über die serbisch-ungarische Grenze illegal in die EU zu gelangen. Die endgültigen Ziele sind Deutschland oder Österreich. Rund 100.000 Kosovaren haben so seit August ihr Heimatland verlassen.

Ungarn will nun auf den Flüchtlingsstrom reagieren und plant schärfere Gesetze, die u.a. eine schnelle Rückführung der Flüchtlinge erlauben. In Deutschland wurde beschlossen, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mehr Personal erhält, so sollen Asylverfahren beschleunigt werden. Laut dem Bundesinnenministerium reisten seit Jahresbeginn mehr als 18.000 Kosovaren nach Deutschland ein. Die meisten konnten wegen des großen Andrangs noch keinen Asylantrag stellen.

Berlin beschloss außerdem, zwanzig Polizisten an die ungarisch-serbische Grenze zu entsenden, die Beamten sollen dort langfristig die Kontrollen unterstützen.