Eilmeldung

Eilmeldung

Attentate in Kopenhagen - mutmaßlicher Täter von der Polizei erschossen

Bei dem heute Morgen von der Polizei in Kopenhagen getöteten Mann handelt es sich laut Polizeiangaben nach Auswertung von Videomaterial aus

Sie lesen gerade:

Attentate in Kopenhagen - mutmaßlicher Täter von der Polizei erschossen

Schriftgrösse Aa Aa

Bei dem heute Morgen von der Polizei in Kopenhagen getöteten Mann handelt es sich laut Polizeiangaben nach Auswertung von Videomaterial aus Überwachungskameras vermutlich um den Attentäter, der für die beiden Angriffe auf ein Kulturcafé gestern Nachmittag und eine Synagoge heute Nacht verantwortlich ist.

Meinung

Insgesamt hat der erschossene vermutliche Attentäter zwei Menschen getötet und mehrere verletzt.

Die Polizei veröffentlichte Fotos von dem mutmaßlichen Schützen. Er soll zwischen 25-30 Jahre alt sein, schwarze Haare und arabische Züge haben. Er habe außerdem eine dunkelblaue oder schwarze Skijacke getragen. Sein Gesicht soll er mit einem Schal verdeckt haben. Als Waffe habe er ein Maschinengewehr benutzt.

Dänische Polizisten hatten den Verdächtigen heute Morgen vor einem von ihnen observierten Haus in der Nähe des Bahnhofs Nørreport, unweit der Synagoge, angesprochen. Der Mann habe sofort geschossen. Die Polizisten hätten zurückgeschossen und den vermutlichen Attentäter getötet.

Die Schüsse vor einer Synagoge in Kopenhagen haben einen jungen jüdischen Wachmann in den Kopf getroffen und getötet. Das sagte der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Dan Rosenberg Asmussen. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, in das Gebäude zu gelangen, wo etwa 80 Menschen versammelt waren.

Bei dem Terrorangriff auf die gestrige Veranstaltung über Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit in einem Kulturcafé in Kopenhagen sind laut Polizei ein 55-jähriger Mann getötet und drei weitere verletzt worden. Der Angriff galt offensichtlich dem schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks. Vilks blieb unverletzt. Er konnte sich in einem Kühlraum in Sicherheit bringen.

2007 veröffentlichte der bekannte schwedische Karikaturist eine Zeichnung, die den Propheten Mohammed als Hund darstellte. Daraufhin wurde im Internet von einem Al-Kaida-Ableger im Irak ein Kopfgeld von 150.000 Dollar auf ihn ausgesetzt. Seither war der Künstler bereits mehrfach Ziel von Extremisten, er wird deshalb von Bodyguards bewacht.

Die Ermittler seien immer noch dabei herauszufinden, ob der mutmaßliche Attentäter alleine gehandelt hat, sagte ein Polizeisprecher heute Morgen. Insgesamt hat der erschossene vermutliche Attentäter zwei Menschen getötet und mehrere verletzt. Alle drei Tatorte liegen nicht weit voneinander entfernt in der Kopenhagener Innenstadt.