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Fragile Waffenruhe in der Ostukraine

Die für die Ostukraine vereinbarte Waffenruhe scheint weitgehend zu halten. Die Konfliktparteien warfen sich vereinzelt Verstöße gegen die seit

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Fragile Waffenruhe in der Ostukraine

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Die für die Ostukraine vereinbarte Waffenruhe scheint weitgehend zu halten. Die Konfliktparteien warfen sich vereinzelt Verstöße gegen die seit Mitternacht (23.00 MEZ) geltende Feuerpause vor. Die Lage blieb vorerst unübersichtlich, das Misstrauen auf beiden Seiten ist groß. Kurz nach Mitternacht sollen zwei Zivilisten bei einem Separatistenangriff getötet worden sein.

Meinung

Wir brauchen diesen Frieden dringend, aber nicht um jeden Preis.

“Der Angriff ereignete sich in der Region Luhansk. Es war ein Mörserangriff und wir konnten eindeutig feststellen, dass dieser Mörserangriff aus dem Dorf Zolotoe ausgeführt wurde”, so der ukrainische Sicherheitschef Valentyn Nalyvaichenko.

Bis kurz vor Inkrafttreten der Feuerpause hatte es erbitterte Kämpfe gegeben. Beide Seiten sprachen Drohungen aus, sollte die Waffenruhe nicht halten. In Donezk reagierten die Menschen erleichtert auf das Schweigen der Waffen:

“Ja, man merkt es. Sie schießen nicht. Ich freue mich, ich könnte singen vor Freude. Wir brauchen diesen Frieden dringend, aber nicht um jeden Preis. Wir wollen, dass die ukrainischen Truppen aus der Region Donezk abziehen”, so ein Passant.

Und diese Frau sagte: “Wir haben bis ein Uhr nachts nicht geschlafen, dann wurde es ruhig und wir sind zu Bett gegangen. Jetzt gehen wir auf den Basar, denn es scheint ruhig zu bleiben. Hoffen wir das Beste.”

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande riefen die Konfliktparteien eindringlich dazu auf, sich an das Minsker Abkommen zu halten.