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Weitere Ermittlungen nach Anschlägen von Kopenhagen

Die Ermittler wissen, wer der Schütze war, halten das aber geheim. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann alleine handelte. Sie sucht aber auch weiterhin nach möglichen Mittätern.

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Weitere Ermittlungen nach Anschlägen von Kopenhagen

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Am frühen Morgen war die Flucht des Attentäters von Kopenhagen hier zu Ende: Nahe seiner Wohnung im Stadtteil Nørrebro hatte ihn die Polizei der dänischen Hauptstadt erwartet.

Als ihn Beamte ansprachen, schoss er und wurde dann selbst getötet.

Die Polizei geht davon aus, dass ebendieser Mann die beiden Anschläge auf das Kulturzentrum “Krudttønden” und auf die Kopenhagener Synagoge in der Stadtmitte verübt hatte.

Zwei Menschen wurden dabei erschossen, fünf verwundet.

Im “Krudttønden” lief gestern nachmittag, zur Zeit des Anschlags, eine Debatte zum Thema “Kunst, Gotteslästerung und Meinungsfreiheit”.

Zu den Teilnehmern gehörte Lars Vilks, ein schwedischer Karikaturist, bekannt wegen seiner Zeichnungen des islamischen Religionsgründers Mohammed.

Zum anderen war dort auch der französische Botschafter, als gefragter Gesprächspartner nach den islamistischen Anschlägen von Paris letzten Monat.

Beide Männer blieben bei dem Angriff aber unversehrt; allerdings wurde ein Unbeteiligter getötet.

Vor der Synagoge war es dann ein Gemeindemitglied, das am Eingang kontrollierte und von dem Angreifer getötet wurde.

Man wisse, wer der Schütze sei, sagt Jens Madsen, Leiter des Inlandsgeheimdiensts PET. Wegen der laufenden Ermittlung könne man seine Identität aber nicht bekanntgeben.

Es gebe keinen konkreten Hinweis darauf, so Madsen weiter, dass er in einem Konfliktgebiet wie Syrien oder Irak gewesen sei.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann alleine handelte. Sie sucht aber auch weiterhin nach möglichen Mittätern.

Der mutmaßliche Attentäter war laut Geheimdienst schon vorher bekannt und unter Beobachtung.

Warum genau, teilte die Behörde aber nicht mit.