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Australien will Exekution zweier Drogenschmuggler in Indonesien verhindern

Die bevorstehende Exekution zweier australischer Staatsbürger in Indonesien sorgt für Verstimmungen zwischen Canberra und Jakarta. Der 31-jährige

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Australien will Exekution zweier Drogenschmuggler in Indonesien verhindern

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Die bevorstehende Exekution zweier australischer Staatsbürger in Indonesien sorgt für Verstimmungen zwischen Canberra und Jakarta. Der 31-jährige Andrew Chan und der 33-jährige Myuran Sukumaran sollen Ende Februar wegen Drogenschmuggels vor ein Erschießungskommando.

Meinung

Diese jungen Australier haben sich falsch verhalten, keine Frage. Dafür sollten sie bestraft werden, aber nicht mit dem Tod.

Sie gelten als die Anführer der sogenannten “Bali-Nine”, einer neunköpfigen Gruppe, die 2005 auf dem Weg nach Australien mit acht Kilogramm Heroin aufgegriffen wurden.

Ach die australischen Behörden stehen in der öffentlichen Kritik, weil sie der indonesischen Polizei Hinweise auf die Schmuggler weitergeleitet haben sollen, statt diese erst am Ankunftsort in Australien aufzugreifen.

Premierminister Tony Abbott drohte mit diplomatischen Konseqenzen, sollten die Todesurteile vollstreckt werden: “Diese jungen Australier haben sich falsch verhalten, keine Frage. Dafür sollten sie bestraft werden, aber nicht mit dem Tod. Das ist die Position, die wir der indonesischen Regierung immer wieder kommunizieren.”

In Indonesien wird die Todesstrafe seit 2013 wieder vollstreckt, nachdem sie zuvor fünf Jahre lang ausgesetzt war.

Insgesamt sollen dort im Februar acht Ausländer exekutiert werden. Am Montag lud die indonesische Regierung deshalb auch Vertreter Frankreichs, Brasiliens, Nigerias und anderer Länder ins Außenministerium. Im Januar waren schon sechs Urteile vollstreckt worden.

Öffentliches Aufsehen erregen die Fälle aber vor allem im benachbarten Australien. Das Schicksal der Bali Nine sorgt dort seit 2005 immer wieder für Schlagzeilen.