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Michele Ferrero - der Mann mit den vielen Schokoladenseiten

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Michele Ferrero - der Mann mit den vielen Schokoladenseiten

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Sein Name war Programm wie der von Ferdinand Porsche oder Walt Disney: Der in diesen Tagen gestorbene Michele Ferrero. Er entwickelte eine Konditorcreme seines Vaters weiter, bis sie Nutella war. Die Kirschpraline Mon Chérie und Kinder-Schokolade kamen dazu, Ferrero Rocher und Pocket Coffee und Tic Tac. Inzwischen füllt Ferrero jedes Jahr 350.000 Tonnen des Brotaufstrichs ab und verbraucht dafür ein Viertel der gesamtem Weltproduktion an Nüssen.

Ein “Chef alter Schule”, gelernter Konditor.

Quentin Webb, Reuters Breakingviews:

“Er hatte eine Art unternehmerische Arbeitsmoral. Er wurde Unternehmenschef im Jahr 1957 und blieb das 40 Jahre lang. Und auch nachdem seine beiden Söhnen die Kontrolle übernommen hatten, kam er regelmäßig per Hubschrauber zur Arbeit.”

60 Jahre danach ist Ferrero eine aus 36 Gesellschaften bestehende Unternehmensgruppe, mit 8,4 Milliarden Euro Umsatz, weltweit 20 Produktionsstätten und rund 27.475 Mitarbeitern (2014).

Laut Forbes Magazin starb Michele Ferrero, bis zum Schluss ein Tüftler und Erfinder, der nächtelang mit seinen Mitarbeitern die beste Rezeptur herbeischmecken konnte, mit geschätzt 23,5 Milliarden Euro Vermögen als reichster Mann Italiens.

su mit dpa