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Neue Runde im Streit um die Schulden Athens

Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis und seine Kollegen aus der Eurogruppe streiten erneut über die Schulden Athens. Ein

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Neue Runde im Streit um die Schulden Athens

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Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis und seine Kollegen aus der Eurogruppe streiten erneut über die Schulden Athens. Ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Varoufakis und dem Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, das vor der Ministerrunde in Brüssel stattfand, blieb ohne Ergebnis. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte: “Das was ich bisher gehört habe, hat meinen Optimismus nicht bestärken können! Die griechische Regierung hat sich offenbar gar nicht bewegt – und das ist ja nicht eine Frage von Verhandlungen, sondern das ist eine Frage einer Entscheidung in Griechenland, was man denn da eigentlich will, wie man in Griechenland einen Weg gehen will, der irgendwann das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen kann – aber das sehen wir im Augenblick nicht!” Die neue griechische Regierung hat mehrfach erklärt, sie werde die Sparpolitik beenden. Ende des Monats läuft das aktuelle Hilfsprogramm aus und die Partnerländer sind sich dessen sicher, dass Athen neuer Hilfen bedarf.

Meinung

Die griechische Regierung hat sich offenbar gar nicht bewegt

“Wir sind bereit, gemeinsam mit der griechischen Regierung konstruktiv im Sinne einer Lösung zusammenzuarbeiten”, so Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrowskis, der für Währungsangelegenheiten zuständig ist. “Grundlage der Verhandlungen kann jedoch nur sein, dass alle Seiten ihre Verpflichtungen einhalten. Aus der Sicht der Kommission wäre eine Verlängerung besser, weil sie uns mehr Zeit für Verhandlungen gäbe.”
“Die Erwartungen über eine Einigung sind gering”, sagt unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta. “Das bestätigten die Teilnehmer zu Beginn des Treffens. Die Kluft zwischen der griechischen Seite und den Partnern ist groß und man kann davon ausgehen, dass die Euro-Gruppe noch in dieser Woche erneut zusammenkommen wird.”