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Euro-Gruppe stellt Athen im Schuldenstreit Ultimatum

Wieder sind die Verhandlungen zu den griechischen Schulden geplatzt - wenn es am Freitag keine Lösung gibt, dann sieht wird es eng für Athens Finanzen.

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Euro-Gruppe stellt Athen im Schuldenstreit Ultimatum

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Nach den geplatzen Verhandlungen zum griechischen Hilfsprogramm hat die Euro-Gruppe Athen ein Ultimatum gestellt. Es müsse noch in dieser Woche eine Lösung gefunden werden, so der Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem. “Innerhalb des Programms sind viele Änderungen möglich, es gibt eine Flexibilität was das angeht. Doch die Haushaltsziele und Wirtschaftsreformen müssen aufrecht erhalten werden. Der erste Schritt wird eine Verlängerung sein – dann können wir über den Inhalt des Programms sprechen – aber nicht andersherum”, so Dijsselbloem.

Das Krisentreffen am Montag war nach nur knapp einer Stunde ohne Einigung zu Ende gegangen.

Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hatte zuvor angeboten, kostspielige Wahlversprechen vorerst auszusetzen, um weiterhin Geld von der EZB zu erhalten. “Wir haben angeboten, unser eigenes Programm, für das wir gewählt wurden, für sechs Monate zurückzuhalten. Alles was uns im Gegenzug angeboten wurde, war ein nebulöses Versprechen zu Flexibilität, das nicht genauer erklärt wurde”, so Varoufakis nach Ende der Verhandlungen am Montag.

Unsere Korrespondentin Efi Koutsokosta in Brüssel erklärt: “Diejenigen, die das Memorandum durchsetzen wollen, verschwenden ihre Zeit – das war die Antwort aus Athen zum Ultimatum der Euro-Gruppe. Doch die Zeit rennt und die anderen Euro-Länder haben Griechenland eine Frist bis Freitag gegeben: bis dahin muss eine Lösung gefunden werden. Ansonsten wird das aktuelle Programm am 28. Februar auslaufen – Griechenlands Finanzsektor könnte dann in erhebliche Schwierigkeiten geraten.”