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Gedenken und Ursachenforschung nach Anschlägen von Kopenhagen

In der Diskussion geht es nun auch um eine mögliche Radikalisierung des Attentäters im Gefängnis. Die Justizministerin zeigt sich offen dafür, gefährliche Häftlinge zu isolieren.

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Gedenken und Ursachenforschung nach Anschlägen von Kopenhagen

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Das dänische Parlament hat mit einer Schweigeminute der Anschlagsopfer von Kopenhagen gedacht.

In der Diskussion nach den Anschlägen geht es nun auch um eine mögliche Radikalisierung des Attentäters im Gefängnis.

Die Justizministerin zeigt sich offen für den Vorschlag der Vollzugsbeamten, Häftlinge mit radikalisierendem Einfluss zu isolieren.

Es könne nicht sein, sagt Mette Frederiksen, dass man in der Haft radikalisiert oder zu neuen Taten angeregt werde.

Auch andere Politiker von links bis rechts sind für eine solche Isolierung.

Laut der Zeitung “Ekstra Bladet” saß im Kopenhagener “Vestre Fængsel”, dem Westgefängnis, auch ein Mann namens Sam Mansour.

Mansour wurde demnach im Dezember zu vier Jahren Haft wegen Terrorpropaganda verurteilt.

Der Inlandsgeheimdienst PET wurde im September von der Vollzugsbehörde “Kriminalforsorgen” davor gewarnt, der Attentäter könne radikalisiert worden sein.

Der PET teilt aber mit, er habe aufgrund dieser Mitteilung keinen Anlass gehabt, von Anschlagsplanungen auszugehen.

Auch sonst habe es darüber keine Erkenntnisse gegeben.