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Krieg statt Frieden: Separatisten melden Einnahme großer Teile von Debalzewe

Trotz der seit Sonntag geltenden Waffenruhe hat es im Osten der Ukraine erneut Kämpfe gegeben. In dem Dorf Nikishine nahe Debalzewe wurden zahlreiche

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Krieg statt Frieden: Separatisten melden Einnahme großer Teile von Debalzewe

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Trotz der seit Sonntag geltenden Waffenruhe hat es im Osten der Ukraine erneut Kämpfe gegeben. In dem Dorf Nikishine nahe Debalzewe wurden zahlreiche Häuser zerstört. Nach heftigen Gefechten meldeten die prorussischen Separatisten, dass sie große Teile (Angaben gehen von 50 bis 80 Prozent) von Debalzewe unter ihre Kontrolle gebracht hätten. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte auf eine Pressekonferenz im Rahmen seines Ungarn-Besuchs, dass die Kämpfe absehbar gewesen wären, es aber dennoch eine politische Lösung für den Konflikt geben müsse. Die umkämpfte Stadt – ein Eisenbahnknotenpunkt – gilt als strategisch wichtig.

Die ukrainische Regierung bestätigte die weitgehende Einnahme durch die Separatisten. Zudem seien ukrainische Soldaten in Debalzewe von Rebellen eingekesselt. Dazu sagte Putin, dass er hoffe, dass ein Korridor für die Soldaten geschaffen würde, der es ihnen erlaubt, zu ihren Familien zurückzukehren. In einer Stellungnahme sagte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit, dass ihnen bisher der Zugang zu der Stadt verwehrt wurde, man aber auf eine Umsetzung des Friedensabkommens von Minsk bestehe.

Auch in Myronivsky nahe Donezk gab es Auseinandersetzungen zwischen ukrainischem Militär und prorussischen Separatisten. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Feuerpause vor.