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Nigeria und Nachbarländer starten weitere Offensiven gegen Boko Haram

Während die Afrikanische Union weiter Vorbereitungen für eine multinationale Eingreiftruppe trifft, haben die Armeen Nigerias, Kameruns und des

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Nigeria und Nachbarländer starten weitere Offensiven gegen Boko Haram

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Während die Afrikanische Union weiter Vorbereitungen für eine multinationale Eingreiftruppe trifft, haben die Armeen Nigerias, Kameruns und des Tschad erneut eigene Operationen gegen die Boko-Haram-Rebellen durchgeführt. Die USA kündigten unterdessen an, Kamerun bei der Beschaffung nötigen Materials zu unterstützen.

Dessen Armee griff mit Luftunterstützung durch den Tschad mehrere Boko-Haram-Stellungen in der Nähe des Grenzortes Fotokol an. Erst Anfang Februar hatten etwa 1000 Islamisten versucht, die Ortschaft zu überrennen.

“Fotokol ist ein wichtiger Punkt, weil er zwei Regionen verbindet, Westafrika und das Zentrum”, so ein kamerunischer Major. “Dieser Ort ist der Transitpunkt, durch den jeder durch muss, egal ob er Handel treibt oder reist. Deshalb ist Fotokol so wichtig.”

Die Rebellengruppe, die seit etwa sechs Jahren im Nordosten Nigerias ein islamisches Kalifat errichten will, hatte in den vergangenen Monaten wiederholt auch jenseits der Grenzen des Landes blutige Angriffe gestartet.

In ihren im Internet verbreiteten Videos fordert Boko Haram die Regierungen der betroffenen Länder heraus und kündigte zuletzt an, die nigerianische Präsidentschaftswahl zu sabotieren. Nigeria hat den ursprünglich für diesen Samstag ansetzten Wahlgang schon Anfang Februar um sechs Wochen vertagt.