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Air France-KLM leidet immer noch unter Pilotenstreik

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Air France-KLM leidet immer noch unter Pilotenstreik

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Der heftige Pilotenstreik 2014 hat die Fluggesellschaft Air France-KLM zurückgeworfen. Der operative Gewinn (Ebitda) sank um 266 Millionen auf knapp 1,6 Milliarden Euro, so das französisch-niederländische Unternehmen. Im harten Preiskampf der Branche ging der Umsatz um 2,4 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro zurück, obwohl die Passagierzahlen um 1,3 Prozent stiegen.

Der Streik – Hauptursache für insgesamt drei Gewinnwarnungen 2014 – habe 425 Millionen Euro gekostet, dazu schlugen Währungsschwankungen und eine Sonderabschreibung zum Jahresende erheblich zu Buche.

Die Piloten waren zwei Wochen lang nicht gestartet, weil sie sich mit dem Management um die Billigtochter Transavia stritten. Konzernchef Alexandre de Juniac lenkte schließlich ein und gab einen Teil seiner Expansionspläne für Transavia auf. Mit einem Ausbau des Sparpreis-Ablegers will Air France die wachsende Konkurrenz von Billigfliegern kontern.

2015 und 2016 will das Unternehmen insgesamt 600 Millionen Euro weniger investieren als geplant und 800 weitere Arbeitsplätze streichen. In den vergangenen drei Jahren hatte der Konzern die Zahl seiner Mitarbeiter um 8.000 auf 95.000 verringert.

su mit Reuters, dpa