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Ukrainekrise: Separatisten offen für UN-Friedensmission an der Front

Die Waffenruhe wird nicht für gescheitert erklärt und müsse nun besonders energisch umgesetzt werden: Darauf haben sich die vier Parteien der

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Ukrainekrise: Separatisten offen für UN-Friedensmission an der Front

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Die Waffenruhe wird nicht für gescheitert erklärt und müsse nun besonders energisch umgesetzt werden: Darauf haben sich die vier Parteien der Minsker-Konferenz, Poroschenko, Hollande, Merkel und Putin, am Donnerstag telefonisch geeinigt. Alle Vier forderten erneut den schnellen Austausch von Gefangenen sowie den Rückzug schwerer Waffen.

Meinung

Wenn sie welche schicken wollen, dann haben wir nichts dagegen.

Die Separatisten zeigten sich unterdessen offen für einer UN-Friedensmission entlang der Front. “Wir haben das schon ganz am Anfang der russischen Föderation und den anderen UN-Sicherheitsratsmitgliedern angeboten”, so der Vizeverteidigungsminister der selbstausgerufenen Volksrepublik Donezk, Eduard Basurin. “Damals hieß es Nein. Wenn sie jetzt welche schicken wollen, dann haben wir nichts dagegen.”

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte die Friedensmission mit UN-Mandat am Mittwoch ins Spiel gebracht. Er unterbreitete den Vorschlag dem ukrainischen Sicherheitsrat in Kiew.

Moskau reagierte zunächst ablehnend. Der Vorschlag gefährde das Minsker Abkommen, hieß es. Mitteilungen aus dem Kreml nach den Vierergespräch am Donnerstag erwähnen einen UN-Mission nicht.

Geendet haben die Kämpfe in der Ostukraine auch nach dem Abzug der ukrainischen Truppen aus Debalzewe nicht. Am Donnerstag meldeten Regierungseinheiten aus dem Süden Mörserangriffe auf ihre Stellungen, etwa 30 Kilometer von Mariupol entfernt.