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Al-Schabab greift Hotel beim Präsidentenpalast an

Bei einem Angriff der islamistischen Al-Schabab-Miliz auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Freitagmittag rund 20 Menschen getötet worden

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Al-Schabab greift Hotel beim Präsidentenpalast an

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Bei einem Angriff der islamistischen Al-Schabab-Miliz auf ein beliebtes Hotel sind in der somalischen Hauptstadt Mogadischu am Freitagmittag etwa 20 Menschen getötet worden, darunter der stellvertretende Bürgermeister von Mogadischu und ein Parlamentsabgeordneter. Der Angriff erfolgte kurz vor Beginn des Freitagsgebetes in der Moschee des Hotels:

“Ich war bei der ersten Detonation in der Moschee. Ich gelangte durch den Hinterausgang aus dem Hotel. Ich sah viele Tote”, berichtet ein Augenzeuge.

Das Central Hotel befindet sich in der Nähe des Amtssitzes des Staatspräsidenten. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielten sich mehrere Regierungsmitglieder und Abgeordnete in dem Gebäude auf.

Nachdem ein mit Sprengstoff geladener Wagen vor dem Hoteltor zur Explosion gebracht worden war, sprengte sich ein Selbstmordattentäter im Hof des Hotels in die Luft. Danach drang eine Gruppe bewaffneter Männer in das Hotel ein. Mehrere Schusssalven wurden gehört.

Die Al-Schabab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag. Sie bekämpft seit Jahren die von westlichen Staaten unterstütze Regierung Somalias.

Erst am 22. Januar griff sie vor dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan das Hotel an, in dem sich Mitglieder der türkischen Delegation zur Vorbereitung des Besuchs aufhielten.