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Exoten und Animateure: Auch sie wollen einen Oscar

Sie sind die Exoten bei der Oscar-Verleihung: Der wichtigste Filmpreis der Welt wird am Sonntag in Los Angeles verliehen. Hoffnung, die Auszeichnung

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Exoten und Animateure: Auch sie wollen einen Oscar

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Sie sind die Exoten bei der Oscar-Verleihung: Der wichtigste Filmpreis der Welt wird am Sonntag in Los Angeles verliehen. Hoffnung, die Auszeichnung als bester nicht-englischer Film zu gewinnen, macht sich unter anderem der polnische Regisseur Pawel Pawlikowski, dessen Werk “Ida” im vergangenen Jahr bereits den Europäischen Filmpreis gewann. Pawlikowski zeigt die Geschichte einer jungen Frau im Polen der 60er Jahre. Sie will Nonne werden. Doch bevor sie das Gelübde ablegt, besucht sie ihre Tante. Das Drama nimmt seinen Lauf…

Ebenfalls nominiert ist “Leviathan” des russischen Filmemachers Andrej Swjaginzew. In Swjaginzews Heimat ist die düstere Geschichte höchst umstritten. Korruption, Alkohol und Selbstmord spielen die Hauptrolle, Swjaginzew zog sich deshalb den Zorn konservativer Politiker und der orthodoxen Kirche zu. Wladimir Medinskij, der russische Minister für Kultur, sagte, der Film sei viel zu negativ, andere sehen in “Leviathan” ein Werk, das alle gängigen Vorurteile über Russland bedient. Im Januar wurde “Leviathan” bei den Golden Globes als bester ausländischer Film ausgezeichnet.

Die drei weiteren Oscar-Kandidaten sind der französisch-mauretanische Film “Timbuktu”, der sich mit dem Thema Islamismus befasst, das estnisch-georgische Kriegsdrama “Mandariinid” von Regisseur Zaza Uruschadze sowie der argentische Beitrag “Relatos salvajes” von Damián Szifron.

In der Kategorie Bester Animationsfilm gehen ebenfalls fünf Kandidaten ins Rennen: “Baymax – Riesiges Robowabohu”, “Drachenzähmen leicht gemacht 2”, “Song of the Sea”, “Die Legende der Prinzessin Kaguya” und “Die Boxtrolls”.