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Anschlag auf Demonstranten in Charkiw: Spur führt nach Russland

Bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Demonstration sind am Sonntag im ostukrainischen Charkiw mindestens zwei Personen getötet und zehn verletzt worden.

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Bei einem Sprengstoffanschlag auf eine Demonstration sind am Sonntag im ostukrainischen Charkiw mindestens zwei Personen getötet und zehn verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte, als sich der Gedenkmarsch für Soldaten, die gegen prorussische Separatisten kämpfen, in Bewegung setzte. Berichten zufolge wurde größeres Unheil vermieden, weil ein voranfahrender Lastkraftwagen einen Teil der Detonation auffing. Außerdem hatte sich der Beginn der Demonstration verzögert, so dass die Detonation nicht erfolgte als eine größere Menschenmenge die Stelle passierte.

Nach einer umfangreichen Polizeiaktion wurden in Charkiv vier mutmaßliche Täter festgenommen. Zahlreiche Waffen, darunter ein Granatwerfer, seien sichergestellt worden, teilte der Sicherheitsrat in Kiew mit. Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes SBU haben die Festgenommenen in Russland eine militärische Ausbildung unterlaufen und erhielten von Russland Waffen.

Charkiw liegt etwa 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt und wird von der ukrainischen Zentralregierung kontrolliert.