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"Shame"- HSBC entschuldigt sich für Steueraffäre in der Schweiz

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"Shame"- HSBC entschuldigt sich für Steueraffäre in der Schweiz

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“Shame” sagte HSBC-Vorstandschef Stuart Gulliver. Die Steueraffäre in der Schweiz sei eine “Schande”. Er entschuldigte sich für Verfehlungen bei der Schweizer Tochter. Der Fall erinnere die Bank daran, wie viel noch zu tun sei – Europas größtem Geldhaus wird Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen. Weil neben dem Reputationsschaden auch der Gewinn im vergangenen Jahr einbrach, stürzte die HSBC-Aktie an der Londoner Börse ab.

Der Vorsteuergewinn der Bank sank 2014 um 17 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro. Weil die Bank mehr Kapital zurücklegen muss, wurde das Rendite-Ziel von einst bis zu 15 Prozent auf mindestens zehn Prozent zurückgenommen. In Gullivers Amtszeit wurden 77 Geschäftsteile geschlossen oder verkauft und 50.000 Stellen gestrichen.

Gulliver verteidigte die Praxis, Medien bei negativer Berichterstattung Werbung zu entziehen: Eine Anzeige neben einer feindseligen Berichterstattung hat keinen Sinn.”

Ein Mitarbeiter des Daily Telegraph hatte letzte Woche im Zuge der “SwissLeaks”-Berichterstattung seinen Job hingeschmissen und die konservative Zeiutung beschuldigt, Informationen über den Werbekunden HSBC zensiert zu haben. Der Daily Telegraph wehrt das ab.

su mit AFP, dpa, Reuters