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Liberia hofft, Ebola überwunden zu haben

Die Regierung in Liberia hat die seit sechs Monaten wegen Ebola geltende Ausgangssperre aufgehoben und die Grenzen zu den Nachbarländern wieder

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Die Regierung in Liberia hat die seit sechs Monaten wegen Ebola geltende Ausgangssperre aufgehoben und die Grenzen zu den Nachbarländern wieder geöffnet. Auch an ihrer Schließung war Ebola schuld.
Rund 9000 Menschen in Liberia, Guinea und Sierra Leona sind während der Ebola-Epidemie an der Krankheit gestorben. Die drei Länder waren am stärksten betroffen. Liberias Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf glaubt nun, die Krankheit sei unter Kontrolle.

Die Liberianer freuen sich über die Öffnung der Grenzen und sind erleichtert. In den vergangenen Monaten haben viele wegen der Schließung ihre Jobs verloren, auch die Lebensmittelversorgung war angespannt. Besonders kleine Händler litten.

Ein Marktverkäufer erzählt: “Unser Geschäft basiert auf dem grenzüberschreitenden Handel mit Leuten, die auch durch uns wiederum ihren Lebensunterhalt bestreiten. So läuft unser Geschäft. Sie kommen und kaufen von uns oder verkaufen uns Dinge. Seit die Grenze schloss, kam niemand mehr und wir konnten nicht rüber. Das war eine schwere Zeit für das Geschäft.”

Liberia hat annähernd 4000 Ebola-Tote zu beklagen. Es gibt derzeit noch 9 bestätigte Ebolakranke im Land, allerdings sind vergangene Woche 30 neue Verdachtsfälle aufgetaucht. Daher ist die Wachsamkeit der Behörden weiterhin auf höchstem Niveau, auch wenn die Notmaßnahmen aufgehoben wurden.

Am 16. Februar öffneten bereits die Schulen wieder ihre Pforten. Das Schuljahr begann mit fünfmonatiger Verspätung. In den Schulen finden sich nun Hygiene-Sets, die die Unicef verteilt hat. Außerdem wurden die Lehrer von den UN-Mitarbeitern zum Thema Hygiene eigens geschult.

Colonel Gmakoon Monger vom Immigrationsbüro: “Die Krankheit hat die Wirtschaft unseres Landes schwer getroffen. Die Wiedereröffnung der Grenzen bedeutet auch das Ende von Ebola. Auch wenn wir noch nicht 100 Prozent ebolafrei sind.

In einigen Schulen sind Lehrer nicht erschienen. Schüler mussten wieder nach Hause. Am 2. März müssen alle Schulen wieder geöffnet haben, andernfalls werden Strafen verhängt. Immerhin: Die Hoffnung ist zurück, wenngleich die Wachsamkeit hoch bleibt.