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Mossad: Netanjahus UN-Darstellung zum iranischen Nuklearprogramm korrekt

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hat die Darstellung von Al-Dschasira zurückgewiesen, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe die iranische Nukleargefahr übertrieben.

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Mossad: Netanjahus UN-Darstellung zum iranischen Nuklearprogramm korrekt

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Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hat die Darstellung des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira zurückgewiesen, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu habe die iranische Nukleargefahr übertrieben und Erkenntnisse des Mossad falsch wiedergegeben. Die Dokumente, die Al-Dschasira veröffentlicht habe, stammten nicht vom Mossad vom Südafrikanischen Geheimdienst SAA, der ein Mossad-Briefing wiedergegeben habe.

Israelische Geheimdienstexperten widersprachen den Schlussfolgerungen von Al-Dschasira. “Es gibt nichts in diesem Dokument, das schließen lässt, dass es einen Keil zwischen dem, was Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesagt hat, und dem, was die Geheimdienste meinen, gab. Es gibt Unterschiede, was die Auswirkungen und die Details angeht. Deshalb glaube ich, wollte Al-Dschasira den Eindruck erwecken, dass es einen Keil gibt. Aber das ist völlig verkehrt”, meint Jossi Melman.

Für die Menschen im Iran ist der Bericht ein weiterer Beweis dafür, dass Israel der Todfeind des Iran ist, und versucht mit Lügen, die Welt gegen den Iran aufzubringen: “Friede mit Amerika! Natürlich bin ich für einen fairen und gerechten Frieden, einen der gegen Israel, gegen Saudi-Arabien gegen die Interessen derer, die die IS-Miliz geschaffen haben, gerichtet ist. Das ist meine Meinung”, sagt Herr Folpajegani.

Netanjahu hatte im September 2012 vor der UN-Vollversammlung in New York gesagt, der Iran werde schon im Sommer 2013 kurz vor der Fähigkeit stehen, eine Atombombe zu bauen.

Die Enthüllung Al-Dschasiras kommt wenige Tage vor Netanjahus Auftritt vor dem US-Kongress, wo er zu der Bedrohung durch das iranische Atomprogramm sprechen will, und zwei Wochen vor der Neuwahl der Knesset.

Weiterführende Links

Mossad-Dokument (pdf)

The Jerusalem Post: Al Jazeera’s release of ‘Mossad cables’ falls short