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Auf der Bahn, auf Eis, an der Platte und auf Rasen

Sports United ist die Sendung, die überall auf der Welt unterwegs ist, um Ihnen die ganze Vielfalt sportlicher Wettkämpfe nahezubringen. Wir zeigen

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Auf der Bahn, auf Eis, an der Platte und auf Rasen

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Sports United ist die Sendung, die überall auf der Welt unterwegs ist, um Ihnen die ganze Vielfalt sportlicher Wettkämpfe nahezubringen.

Wir zeigen Ihnen die Höhepunkte der Bahnradweltmeisterschaft in Frankreich, berichten vom Ski-Weltcup in Maribor, und wir haben uns beim Eisspeedway umgeschaut. Ebenfalls im Programm: Ein (Eigen-)Porträt von Judo-Weltmeister Ilias Iliadis und das Turnier der Tischtennis-World-Tour in Katar. Und zu guter Letzt zeigen wir Ihnen eine Rekordleistung von Kricket-Star Chris Gayle.

Australischer und französischer Jubel bei der Bahnrad-WM

Nach Bordeaux im Jahr 2006 war Frankreich erneut Gastgeber der Bahnradweltmeisterschaft. Im nagelneuen Velodrome in der Nähe von Paris traten 380 Athleten aus 37 Ländern fünf Tage lang in die Pedale.

In der Teamverfolgung der Damen pulverisierten die Australierinnen den Weltrekord geradezu und verbesserten die bisherige Bestmarke des britischen Quartetts um fast drei Sekunden. Großbritannien holte Silber, Bronze ging an Kanada.

Sehr zur Freude der heimischen Zuschauer verteidigte der Franzose Francois Pervis seinen WM-Titel im 1000-Meter-Einzelzeitfahren. Er verwies den Deutschen Joachim Eilers auf den zweiten Rang. Auch im Keirin wurde Pervis Weltmeister.

Der beste Bahnsprinter der Welt heißt Grégory Baugé. Im Finale bezwang er den Russen Denis Dmitriev und holte weiteres Gold für die Gastgeber.

Anna Meares triumphierte im Keirin-Rennen der Damen. Die Australierin wurde zum elften Mal Weltmeisterin, zudem holte sie Silber im Zeitfahren und Bronze im Teamsprint – zweimalige Olympiasiegerin ist Meares übrigens auch.

Maze gegen Fenninger: Duell um Sieg im Gesamtweltcup spitzt sich zu

Tina Maze, Anna Fenninger und Mikaela Shiffrin teilten bei der alpinen Ski-Weltmeisteschaft alle Goldmedaillen unter sich auf. Nach den Feierlichkeiten war das Trio wieder im Weltcup gefragt, doch nicht jede der Drei knüpfte dort an die Erfolge an.

Für Anna Fenninger lief es in Maribor allerdings bestens. Die Österreicherin hatte bei der WM den Super-G und den Riesenslalom gewonnen. Auch in Slowenien war die Salzburgerin im Riesentorlauf das Maß der Dinge und gewann vor der Deutschen Viktoria Rebensburg und Tina Weirather aus Liechtenstein.

Ähnlich gut drauf war Slalom-Weltmeisterin Mikaela Shiffrin. Die US-Amerikanerin nahm den Schwung aus Colorado mit und ließ im Regen von Maribor alle hinter sich. Es war Shiffrins dritter Slalom-Weltcup-Sieg in diesem Winter. In der Gesamtweltcup-Wertung liegt die Amerikanerin auf dem dritten Platz hinter Fenninger und Tina Maze. Letztere verlor in Maribor aber an Boden. Doppelweltmeisterin Maze schied im Slalom und Riesenslalom aus, nicht nur ihre Landsleute waren enttäuscht. Im Gesamtweltcup liegt Maze nur noch 84 Punkte vor Anna Fenninger.

Zwei Finalniederlagen für deutsche Tischtennis-Spieler

Die Tischtennis-Elite machte am vergangenen Wochenende beim dritten Turnier der World Tour in Katar halt. Die Spitzenspieler hatten in Doha nur ein Ziel: Sie wollten aufs Treppchen – und zwar nach ganz oben.

Doch es konnte nur einen geben, Wladimir Samsonow nämlich. Im Endspiel bezwang der 38 Jahre alte Weißrusse den Deutschen Dimitrij Ovtcharov. Die beiden sind übrigens Vereinskameraden, gemeinsam spielen sie für den russischen Club Fakel Orenburg. Für Samsonow war es der insgesamt 27. Turniersieg auf der World Tour.

Bei den Damen gewann die Rumänin Elizabeta Samara. Die Nummer 20 der Weltrangliste setzte sich im Finale gegen Han Ying aus Deutschland durch, die als beste DTTB-Athletin erstmals ein Endspiel bei einem World-Tour-Turnier erreicht hatte.

Judo-Weltmeister Ilias Iliadis ganz privat

Die Judo-Saison ist seit dem Grand Prix von Düsseldorf in vollem Gange. Wir haben uns mit einem der Stars von der Matte beschäftigt, dem Griechen Ilias Iliadis, geboren in Georgien und früher bekannt als Dschardschi Swiadauri.

“Als Kind war ich ein schlimmer Junge. Als ich ins Dojo kam, sah ich diesen Respekt – Respekt jedem gegenüber, den Trainern und der Matte. Dafür habe ich mich entschieden. Das ist mein Sport, mein Leben”, erzählt Iliadis.

“Es ist nicht wichtig, ob man stark ist oder nicht. Es ist wichtig, dem Gegner die Kraft zu nehmen. Zuerst muss man seinen Gegner respektieren – und danach muss man gewinnen”, sagt er und fährt fort:

“Wenn ich kämpfe, erfühle ich erst meinen Gegner. Ich will fühlen, wie stark er ist, wie er sich von links nach rechts bewegt. Dann gebe ich mein Bestes. Ich fühle das Adrenalin, ich fühle mich stark. Das ist das beste Gefühl überhaupt. Ich bin Ilias Iliadis – und das ist mein Zuhause.”

Gladiatoren auf Eis

Die Gefahr ist ein ewiger Begleiter der Eisspeedway-Fahrer. Doch die Zuschauer sind von diesem Spektakel begeistert.

Hier laufen die Motoren heiß, die Fahrer gehen volles Risiko, ihre Maschinen haben keine Bremsen. Einer von diesen wagemutigen Männern ist der Russe Vitali Chomitsewitsch, er war 2003 Weltmeister im Eisspeedway:

“Das Eis ist für jeden gleich. Man präpariert seine Maschine für jede Art von Eis. Es ist gut, wenn das Eis weich und das Wetter gut ist – so wie jetzt. Dann kann man gut trainieren”, sagt Chomitsewitsch. “Wir pumpen Luft in die Reifen und versuchen, für jeden Fahrer und für jede Strecke den perfekten Luftdruck zu finden. Dann lasse ich die Kupplung los und ab geht’s!”, erläutert er.

Am 7. März geht es für die Rennfahrer nach Assen in die Niederlande und zum Abschluss der WM-Einzelsaison nach Inzell in Oberbayern.

Chris Gayle schreibt Kricket-Geschichte

Seit Juni 2013 hatte er keinen Century, also einhundert Runs während eines Innings, mehr geschlagen. Doch Chris Gayle von den West Indies ließ seine Kritiker beim WM-Spiel gegen Simbabwe verstummen. Ihm gelang der erste Double Century der Kricket-WM-Geschichte.