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"Gierige Griechen"? Protest gegen BILD-Panikmache

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"Gierige Griechen"? Protest gegen BILD-Panikmache

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Die Boulevardzeitung BILD hat mal wieder einen Coup gelandet, mit dem sie auch jenseits der deutschen Grenzen von sich reden macht – nicht nur in Griechenland. Und sie hat in den sozialen Medien einen Sturm der Entrüstung ausgelöst mit ihrer Anti-Griechen-Selfie-Aktion.

Wie immer in riesigen Buchstaben verlangt BILD ein NEIN zu weiteren “Milliarden für die gierigen Griechen” – dazu sollen die Leser ein Selfie einreichen, um ihre Ablehnung zu illustrieren.

Der deutsche Journalistenverband DJV hat den sofortigen Stopp der Kampagne gefordert. Gebraucht werde kritischer Journalismus. „Die Griechenland-Politik der Bundesregierung kann man mögen oder ablehnen“, sagt der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Eine Kampagne, die direkten Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen wolle, verbiete sich aber mit der beschreibenden Aufgabe des Journalismus.

Doch BILD-Chef-Redakteur und Chef-Twitterer freut sich über den Erfolg der Aktion und verteidigt die Hetze in unzähligen Tweets.


Auf Twitter gibt es aber auch viel Kritik an der Anti-Griechenland-Selfie-Aktion der BILD. Hier eine Auswahl: