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Selbstmordanschlag in Kabul

Der Taliban-Attentäter steuert seinen Wagen mit hoher Geschwindigkeit auf das gepanzerte Nato-Fahrzeug in Kabul. Sein eigentliches Ziel, den türkischen Nato-Repräsentanten Ismail Aramaz, verfehlt er.

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Selbstmordanschlag in Kabul

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Bei einem Selbstmordanschlag der Taliban auf den höchsten zivilen Nato-Vertreter in Afghanistan sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Der türkische Nato-Repräsentant Ismail Aramaz sei zum Zeitpunkt der Explosion aber nicht in seinem Auto gewesen, sagte ein Nato-Diplomat. Das Auto habe ihn abholen wollen. Der Fahrer und der Attentäter sind tot.

Der stellvertretende afghanische Minister für Sicherheit, Mohammed Ayub Salangi, sagte, ein Toyata Corolla sei mit hoher Geschwindigkeit an das Fahrzeug der türkischen Botschaft herangefahren und der Attentäter habe sich und den Toyota in die Luft gejagt.

Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Die afghanische Regierug hatte sich zuletzt optimistisch geäußert, dass es bald zu Verhandlungen mit den Taliban kommen könnte. Die Nato hatte ihren Kampfeinsatz in Afghanistan mit Ablauf des vergangenen Jahres beendet. Die Nachfolgemission Resolute Support – an der sich Deutschland mit bis zu 850 Soldaten beteiligt – hat das Ziel, afghanische Sicherheitskräfte auszubilden. Einen Kampfauftrag haben die Soldaten nicht. Militärisch wird die Mission von US-General John Campbell geführt.