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Russland geht an die Reserven

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Russland geht an die Reserven

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Russland will im laufenden Jahr von seinem Notfall-Reservefonds mehr als 40 Milliarden Euro ausgeben, um gegen fallende Ölpreise und ein Absacken der Wirtschaft anzugehen – beide vertiefen das Haushaltsdefizit.

Die stellvertretende Finanzministerin Tatiana Nesterenko kündigte eine Regierungsinitiative im Parlament an, bis zu 46,3 Milliarden Euro aus dem Reservefonds zu genehmigen – darunter 7,2 Milliarden, die bereits im Haushalt vorgesehen seien.

Das würde bedeuten, dass Russland mehr als die Hälfte des Fonds im Wert von 75 Milliarden Euro in einem einzigen Jahr verbraucht.

Russland überarbeitet zur Zeit seinen aktuellen Haushaltsplan für dieses Jahr. Er basiert auf einem Ölpreis von 100 Dollar pro Barrel – deutlich über dem aktuellen Niveau von rund 60 Dollar pro Barrel.

Im schlimmsten Fall könnte der Reservefonds zu 80 Prozent ausgegeben werden, sagte Nesterenko.

Erst vor wenigen Tagen hatte die US-Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit Russlands auf Ramschniveau herabgestuft.

su mit Reuters

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