Eilmeldung

Eilmeldung

UCI will Lizenzentzug für Skandalteam Astana

Das Radsportteam Astana muss wieder um seine Lizenz für die WorldTour bangen. Der Radsportweltverband (UCI) fordert, der skandalumwitterten

Sie lesen gerade:

UCI will Lizenzentzug für Skandalteam Astana

Schriftgrösse Aa Aa

Das Radsportteam Astana muss wieder um seine Lizenz für die WorldTour bangen. Der Radsportweltverband (UCI) fordert, der skandalumwitterten Mannschaft die Startberechtigung zu entziehen. In einer Mitteilung des Verbandes heißt es, es seien ‘große Unterschiede’ zwischen den Angaben, die Astana der Lizensierungskommission gemacht hatte, und der Realität zu erkennen.

Fünf Astana-Fahrer – zwei aus dem Profi- und drei aus dem Nachwuchskader – hatten in der vergangenen Saison positive Dopingproben abgegeben. Astanas Teamchef Alexander Winokurow, der während seiner aktiven Laufbahn selbst eine Dopingsperre absaß, sprach von “Einzelfällen”. Italienische Ermittler behaupten, Mitglieder des Rennstalls hätten direkten Kontakt zu Michele Ferrari gehabt, der vom Olympischen Komitee Italiens mit einem lebenslangen Tätigkeitsverbot als Sportarzt und Trainer belegt ist. Winokurow bestreitet den Kontakt zu Ferrari.

Wechselt Tour-Sieger Nibali?

Schon wird spekuliert, Vincenzo Nibali, der Tour-de-France-Sieger des vergangenen Jahres, könnte Astana verlassen, sollte die Lizensierungskommission der Forderung des Radsportweltverbandes nachkommen und der kasachischen Équipe die Startberechtigung verweigern. Ohne WorldTour-Lizenz könnte Astana an den großen Rennen nur noch per Einladung teilnehmen und wäre auf das Wohlwollen der Veranstalter angewiesen.

Im Dezember hatte Astana die Lizenz “auf Bewährung” erhalten. Der UCI-Vorsitzende Brian Cookson verwies damals auf die noch laufende Untersuchung einer sportwissenschaftlichen Kommission der Universität Lausanne.

In einer Stellungnahme auf seiner Internetseite bestätigte das Astana-Team, von der UCI über den Erhalt der Ergebnisse der Lausanner Untersuchung in Kenntnis gesetzt worden zu sein und kündigte an, mit seinen Anwälten Dokumente und Zeugenaussagen für die Lizensierungskommission zusammenzustellen.