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Unesco fordert nach Zerstörung von Kulturgütern im Irak UN-Sondersitzung

Nach der Zerstörung einzigartiger Kulturgüter im Irak durch die IS-Miliz hat die Unesco eine UN-Sondersitzung beantragt. Die Miliz hatte im

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Unesco fordert nach Zerstörung von Kulturgütern im Irak UN-Sondersitzung

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Nach der Zerstörung einzigartiger Kulturgüter im Irak durch die IS-Miliz hat die Unesco eine UN-Sondersitzung beantragt.

Die Miliz hatte im nordirakischen Mossul unter anderem Skulpturen aus altorientalischer Zeit zerstört. Dazu gehört auch eine Türhüterfigur, die mehr als 2600 Jahre alt ist.

Bei dem Treffen solle es um Wege zum Schutz des irakischen Kulturerbes gehen, erklärte Unesco-Direktorin Irina Bokowa.
“Dieser Angriff ist mehr als eine Kultur-Tragödie – dies ist auch eine Sicherheitsfrage. Wir können deutlich sehen, wie die Terroristen die Zerstörung des Kulturgutes als Terror-Strategie nutzen, um die Lage weiter zu destabilisieren und die Menschen zu manipulieren sowie ihr Dominanz klar zu machen.”

Der Fall erinnert an die Buddha-Statuen von Bamian in Afghanistan, die von den Taliban vor 14 Jahren zerstört worden waren. Dabei wurden zwei 38 und 55 Meter hohe Statuen aus dem 6. Jahrhundert in die Luft gesprengt. Die Unesco erklärte die Überreste der Buddhas später zum Weltkulturerbe.