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Barclays erwartet stürmische Zeiten

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Barclays erwartet stürmische Zeiten

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Die britische Großbank Barclays hat Ende 2014 nochmal gut eine Milliarde Euro für die branchenweite Affäre um manipulierte Devisenkurse zur Seite gelegt. “Wir wollen so schnell wie möglich eine Einigung, und zwar mit so vielen Aufsichtsbehörden wie möglich”, sagte Finanzchef Tushar Morzaria.

Vorstandschef Antony Jenkins macht seit drei Jahren Vergangenheitsbewältigung. Er fährt das einstige Kerngeschäft Investmentbanking zurück und hat der Bank einen “Kulturwandel” verordnet.

Für Rechtsstreitigkeiten hat das Institut inzwischen insgesamt 2,3 Milliarden Euro reserviert, auch für die Entschädigung von Kunden, denen in der Vergangenheit unlautere Restschuldversicherungen aufgeschwatzt wurden.

Im Devisenskandal gehen die Regulierer rund um den Globus dem Verdacht nach, dass Händler Kunden über den Tisch gezogen haben – ähnlich wie bei den Manipulationen der Interbanken-Zinssätze Libor und Euribor.

Auf Konzernebene stieg der Vorsteuergewinn, einschließlich des Restrukturierungsaufwands, auf 7,6 Milliarden Euro, im Vergleich zu 6,7 Milliarden Euro 2013.

Der Prämientopf für Boni schrumpfte um 22 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Jenkins, der in den vergangenen Jahren einen Bonus noch ausgeschlagen hatte, erhält eine Prämie in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Macht als Gesamtvergütung rund 7,5 Millionen Euro nach 2,2 Millionen im Vorjahr.

su mit Reuters