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Netanjahu vor US-Kongress: Iran ist Bedrohung für die ganze Welt

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei seiner Rede im US-Kongress eindringlich vor den vorgesehen Zugeständnissen in den Atomverhandlungen mit dem Iran gewarnt.

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Netanjahu vor US-Kongress: Iran ist Bedrohung für die ganze Welt

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Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat bei seiner Rede im US-Kongress eindringlich vor den vorgesehenen Zugeständnissen in den Atomverhandlungen mit dem Iran gewarnt. Teherans Ambitionen zur nuklearen Aufrüstung seien eine existenzielle Bedrohung nicht nur für die Juden, sondern für die ganze Welt: “Wir müssen uns alle gemeinsam gegen die iranischen Eroberungs-, Unterwerfungs- und Terrorabsichten stellen.”

Meinung

Wir müssen uns alle gemeinsam gegen die iranischen Eroberungs-, Unterwerfungs- und Terrorabsichten stellen.

Netanjahu verglich die Regierung in Teheran mit den Milizen des “Islamischen Staates”. Beide verfolgten das gleiche Ziel, auch wenn sie Gegner seien. Die USA sollten sich nicht davon täuschen lassen, dass der Iran die Extremisten bekämpft. “Der Feind Ihres Feindes ist Ihr Feind”, warnte er die Abgeordneten. “Die IS-Miliz zu schlagen und gleichzeitig zuzulassen, dass der Iran Atomwaffen bekommt, würde bedeuten, die Schlacht zu gewinnen aber den Krieg zu verlieren. Das dürfen Sie nicht zulassen.”

Die Kongressmitglieder erhoben sich mehrfach, um Netanjahu zu applaudieren. Doch Netanjahus Rede vor dem Kongress war stark umstritten. Über 50 Abgeordnete, darunter auch Vize-Präsident Joe Biden, blieben ihr fern.

Der Auftritt war auch von israelischen Oppositionsabgeordneten kritisiert worden. Netanjahu würde die Sicherheit des Landes gefährden. Er nehme Israel die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen und sicherzustellen, dass der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen komme. In Israel wird am 17. März ein neues Parlament gewählt. Netanjahu konzentriert sich im Wahlkampf vor allem auf das Thema Iran und die vermeintliche nukleare Aufrüstung.

Nach der Rede twitterte AMNESTY INTERNATIONAL: Über die Siedlungen im Westjordanland und die Vertreibungen der Palästinenser habe Netanjahu kein Wort verloren.

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