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Tod eines Obdachlosen in L.A.: "Das war unnötige Gewalt"

Es sind Szenen, die derzeit viele Menschen aufwühlen: In Los Angeles versuchen Polizisten, einen Obdachlosen festzunehmen. Er wehrt sich, es fallen

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Tod eines Obdachlosen in L.A.: "Das war unnötige Gewalt"

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Es sind Szenen, die derzeit viele Menschen aufwühlen: In Los Angeles versuchen Polizisten, einen Obdachlosen festzunehmen. Er wehrt sich, es fallen Schüsse, der Mann ist tot. Die Beamten berufen sich auf Notwehr, Augenzeugen sprechen von übertriebener Polizeigewalt. Medienberichten zufolge litt das Opfer unter psychischen Störungen.

Meinung

Die Beamten waren speziell geschult.

Polizeichef Charlie Beck sprach von einer “extremen Tragödie”. Weiter sagte er: “Die in den Vorfall verwickelten Polizisten gehören zur Safer-Cities-Initiative im Stadtzentrum. Sie wurden speziell für den Umgang mit Obdachlosen und psychisch Kranken geschult. Einige der Beamten haben an unserem umfassenden Training zu psychischen Krankheiten teilgenommen.”

Bei der Festnahme soll der Mann laut der Polizei nach der Waffe eines Beamten gegriffen haben. Viele haben für die Erklärung der Polizei allerdings wenig Verständnis.

Ein Obdachloser sagte: “Es waren genügend Polizisten da, sie hätten diesen Mann festnehmen können, auch wenn er psychisch krank war. Wenn sie nicht in der Lage sind, einen einzelnen Mann zu verhaften, dann stimmt etwas nicht mit ihnen. Hier haben wir brutale, unnötige Gewalt gesehen.”

Der Getötete mit dem Spitznamen “Africa” lebte seit einigen Wochen in einem Zelt vor einem Obdachlosenheim in der Gegend Skid Row. In der Vergangenheit war er wegen teils gewalttätigen Verhaltens aufgefallen, so der Leiter des Heims.