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Verzweiflungs-Zinsen in der Ukraine

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Verzweiflungs-Zinsen in der Ukraine

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Die Notenbank der Ukraine hat den Leitzins drastisch angehoben, von bisher 19,5 Prozent auf 30,0 Prozent. Sie will so die steigende Inflation eindämmen und den Absturz der Währung stoppen. Zentralbankchefin Valeriia Gontarewa: “Die Inflationsgefahr ist stark gestiegen, eine negative Konsequenz aus der Währungspanik am Markt.”

Nach der Entscheidung wurde der Dollar in der Ukraine billiger. Er war für 24,2 Hrywnja zu haben, nachdem er zuvor 9,5 Prozent mehr gekostet hatte. Die Hrywnja hatte seit einem Jahr etwa 60 Prozent ihres Werts zum Dollar verloren. Das machte sie zur Währung mit der schlechtesten Wertentwicklung der Welt.

Wegen der jüngsten Talfahrt der Hrywnja hatte die Notenbank Kapitalverkehrskontrollen in der vergangenen Woche verschärft. Sie bleiben laut Gontarewa in Kraft.

Laut Experten hat der Krieg gegen prorussische Separatisten das Land wirtschaftlich abstürzen lassen. Die Ukraine bemüht sich nun um einen Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) über 17,5 Milliarden US-Dollar. Alle Forderungen für den Erhalt der Gelder seien erfüllt worden, sagte Gontarewa.

su mit dpa