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Areva: Rekordverlust beim größten Atomkonzern der Welt

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Areva: Rekordverlust beim größten Atomkonzern der Welt

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Der weltgrößte Atomkonzern Areva weist für das Geschäftsjahr 2014 Verluste in Rekordhöhe aus. Das staatlich kontrollierte französische Unternehmen musste ein Minus von mehr als 4,8 Milliarden Euro einstecken. Im Vergleichszeitraum 2013 war ein Fehlbetrag von 494 Millionen Euro aufgelaufen.

Areva leidet darunter, dass nach der Fukushima-Katastrophe im März 2011 weniger AKWs gebaut werden. Hinzu kommen die gespannte Lage auf dem Strommarkt, weswegen viele Versorger bei Wartungsaufträgen sparen, und die Konkurrenz aus Russland, Japan und Südkorea. Schwer zu schaffen machen dem Unternehmen außerdem Verzögerungen beim Bau eines neuen Blocks für das finnische Atomkraftwerk (AKW) Olkiluoto, den Areva in Zusammenarbeit mit Siemens errichtet.

“Der Gruppe ist klar, wie ernst diese Lage ist”, sagte Areva-Chef Philippe Knoche. Jetzt soll gespart werden. Die Kosten würden um ein Milliarden Euro gesenkt, so Areva. Zugleich sollen die Partnerschaft mit dem ebenfalls staatlich kontrollierten Stromversorger EDF gestärkt und die Präsenz in China ausgebaut werden.

Jean Pierre Bachmann von der Gewerkschaft CFDT verlangt eine Kapitalspritze der Öffentlichen Hand. “Der Staat muss seiner Verantwortung gerecht werden.”

su mit AFP, dpa, Reuters