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Minenunglück in Donezk: Über 30 Tote gefunden

Nach der schweren Gasexplosion in einem Kohlebergwerk im ukrainischen Donezk sind offenbar alle Leichen gefunden worden. Wie die russische Agentur

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Minenunglück in Donezk: Über 30 Tote gefunden

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Nach der schweren Gasexplosion in einem Kohlebergwerk im ukrainischen Donezk sind offenbar alle Leichen gefunden worden. Wie die russische Agentur Interfax unter Berufung auf lokale Behörden berichtete, liege die Zahl der Toten bei 33. Etwa 200 Menschen sollen sich zur Zeit der Explosion am frühen Morgen in dem Stollen befunden haben. Die meisten konnten sich retten.

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Es gab eine Explosion, die mich so hart getroffen hat, dass ich drei oder vier Meter weit flog.

Etwa 16 Kumpel erlitten Verletzungen. Ivan Lazarenko ist einer von ihnen: “Es gab eine Explosion, die mich so hart getroffen hat, dass ich drei oder vier Meter weit flog”, berichtet er. “Dann kam die Hitze, die Temperaturen stiegen. Als es ein bisschen kälter wurde, sind wir rausgekrabbelt.”

Angehörige berichten, dass ihnen die Explosionsgefahr ständig bewusst war. In der 57-jährigen Geschichte des Bergwerks gab es zahlreiche Unglücke – davon zeugt der Friedhof auf dem Minengelände. Insgesamt starben bisher über 200 Menschen in der Sassjadko-Mine. Sie gehört zu den größten Bergwerken im Donbass. Der Stollen liegt besonders tief unter der Erde, dort erhöht der hohe Methangasanteil die Gefahr von Explosionen.

Die Kämpfe im Donbass hatten laut Minenbetreibern keinen Einfluss auf die Explosion. Kiew beschuldigte die Separatisten allerdings, die Rettungsarbeiten zu behindern. Die Aufständischen bestreiten, dass die Regierung Hilfe geschickt habe.