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Sorge um Zustand von ukrainischer Offizierin in russischer Haft

Seit bald drei Monaten ist Nadia Sawtschenko im Hungerstreik; sie ist deutlich geschwächt. Bei einem Gerichtstermin in Moskau war sie jetzt zu sehen.

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Sorge um Zustand von ukrainischer Offizierin in russischer Haft

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Ein seltener Auftritt von Nadja Sawtschenko: Die ehemalige ukrainische Offizierin
hat einen Termin vor Gericht in Moskau.

Seit bald drei Monaten ist Sawtschenko im Hungerstreik; sie ist deutlich geschwächt.

Deutsche Ärzte untersuchten sie letzten Monat, ohne dass aber etwas über die Ergebnisse bekannt wurde.

Aufständische in der Ostukraine hatten Sawtschenko im Sommer gefangengenommen.

Dort war Sawtschenko als Mitglied einer Freiwilligeneinheit.

Später tauchte sie in russischer Haft auf. Dort wirft man ihr vor, sie sei am Tod zweier russischer Reporter im Kampfgebiet beteiligt gewesen.

Demnach war sie in der Beobachtungsstelle einer Artillerieeinheit und gab den Geschützen Zielangaben durch.

Ihr Verteidiger sagt aber, zu der fraglichen Zeit sei sie schon Gefangene der Aufständischen gewesen.

Als Beweis führt er die Ortungsdaten ihres Funktelefons an.

Bei dem Gerichtstermin in Moskau ging es nun erneut um die Frage, ob Sawtschenko in das französische Straßburg reisen darf.

Hintergrund dafür ist, dass sie im Oktober in Abwesenheit in das ukrainische Parlament gewählt wurde.

Dort bestimmte man sie wiederum zu einem der Vertreter in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats.

In dem Gremium – mit Sitz eben in Straßburg – arbeiten Parlamente aus ganz Europa zusammen.

Sawtschenko will durchsetzen, dass sie als nunmehr gewählte Parlamentarierin an den Beratungen in Straßburg teilnehmen darf.