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USA: Proteste gegen Polizei - Untersuchungsbericht soll Rassismus von Behörden in Ferguson zeigen

Nach der Erschießung eines Obdachlosen durch Polizisten haben Demonstranten in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) gegen Gewalt von

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USA: Proteste gegen Polizei - Untersuchungsbericht soll Rassismus von Behörden in Ferguson zeigen

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Nach der Erschießung eines Obdachlosen durch Polizisten haben Demonstranten in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) gegen Gewalt von Ordnungshütern protestiert.

Sie warfen der Polizei unverhältnismäßiges Vorgehen und Diskriminierung vor. Ein Bewohner des Stadtteils Skid Row, in dem der Obdachlose erschossen wurde, sagte: “Die Polizisten müssen psychologisch besser geschult werden. Und sonst müssen eben Psychologen Hand in Hand mit der Polizei arbeiten, damit dieses Problem in Angriff genommen werden kann.”

Ein Video zeigt, wie sich der Obdachlose gegen eine Festnahme der Polizisten zur Wehr setzt. Er schlägt um sich und wird von den Beamten zu Boden geworfen. Verdeckt wird die Szene teilweise von einer anderen Festnahme. Plötzlich sind mehrere Schüsse zu hören. Die Polizei erklärte, der Mann habe versucht, sich einer der Dienstwaffen zu bemächtigen. Die Beamten hätten zunächst versucht, den Obdachlosen mit Hilfe eines Elektroschockers außer Gefecht zu setzen, so ein Zeuge. Weiteren Zeugenaussagen zufolge hatte das Opfer psychische Probleme.

Ministeriumsbericht soll Rassismus von Behörden in Ferguson belegen

Unterdessen soll in Kürze der Untersuchungsbericht des Justizministeriums zum Tod eines dunkelhäutigen Jugendlichen in Ferguson im Bundesstaat Missouri veröffentlicht werden. Daraus gehe die rassistische Gesinnung vieler Behördenvertreter in Ferguson hervor, hieß es vorab. Der 18-jährige Michael Brown war im vergangenen August von einem Polizisten erschossen worden. In den USA war es in der Folge zu Unruhen und Protesten gekommen.

Die Ermittler untersuchten Polizei- und Justizunterlagen und stießen auf handfeste Beweise, dass dunkelhäutige Bewohner der Stadt Ferguson diskriminiert und schlechter behandelt werden als andere Bevölkerungsgruppen. Neben Statistiken, Einsatzprotokollen, Berichten und weiteren offiziellen Dokumenten befragten die Ermittler Behördenvertreter und stießen zudem im E-Mail-Verkehr von Beamten auf rassistische Bemerkungen.