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China will seinen Boom zurück

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China will seinen Boom zurück

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Mit höheren Staatsausgaben und Reformen stemmt sich China gegen eine schwächere Konjunktur. Zwar wurde das Wachstumsziel schon zurückgeschraubt, auf “nur” noch “etwa sieben Prozent”. Die Ausgaben der zentralen und lokalen Haushalte sollen trotzdem stärker als bisher um 10,6 Prozent zulegen.

“Der Abwärtsdruck auf Chinas Wirtschaft nimmt noch zu”, warnte Regierungschef Li Keqiang. Das Haushaltsdefizit
steige von 2,1 auf 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Westliche Ökonomen schätzen die tatsächliche Belastung wegen der
hohen Schulden der Kommunen auf
bis zu 7,5 Prozent – sie tauchen nicht in den Büchern auf.

“Wir müssen die richtige Balance zwischen der Bewältigung der Schulden und der Wahrung beständigen Wachstums finden”, sagte der Ministerpräsident in seinem Rechenschaftsbericht vor den knapp 3000 Delegierten des Volkskongresses in der Großen Halle des Volkes.

Schon 2014 hatte Chinas Wirtschaft nur noch um 7,4 Prozent zugelegt, so langsam wie seit Anfang der 90er Jahre nicht

Während der Druck auf China zunehme,
“treten tief sitzende Probleme in der wirtschaftlichen Entwicklung zutage”, sagte Li. “In diesem Jahr stehen wir möglicherweise vor noch größeren Schwierigkeiten als im Vorjahr.” Und sogar ein wenig Selbstkritik: “Überkapazitäten sind ein hervorstechendes Problem.” Die Grundlagen von Chinas Wirtschaftsmodell “bleiben ineffizient”. Kleine
und mittelgroße Unternehmen hätten Probleme, an Kredite zu kommen.

In der “neuen Normalität” müssten strukturelle Reformen vorangetrieben werden, ohne die es schwierig werde, beständiges Wachstum aufrechtzuerhalten.

su mit dpa